Lies man tou …

Geboren am …

Geboren am – so beginnen alle Lebensläufe. Die von bedeutenden Menschen und von den nicht ganz so bedeutenden. Von solchen, die Weltgeschichte machten und auch die der ungezählten Namenlosen, die von den Ereignissen überrollt und mitgeschleift wurden.

Meine Geschichte beginnt in Königsberg, am 16. Januar 1924. Eigentlich schon früher, nämlich mit Geboren am … weiterlesen

In der Lomse

Wir wohnten in der Lomse, Vorderlomse 1b. Sechs Stockwerke grau verputzter Backstein – drei Wohnetagen und auf jeder vier Wohnungen. Parterre wohnte wohl keiner, ich erinnere mich nur an Abstellräume. Unterm Dach zwei Speicherböden. Die Königsberger nannten es, zusammen mit der Haushälfte 1c, das 1000-Seelen-Haus. 1b war rechts.

Gegenüber, in Haus Nummer 40, die Bäckerei Giedigkeit. Die Backstube im Keller. „Giedichkeit, die Welt vergeiht, wegen In der Lomse weiterlesen

Königsberger Platt

Ich werde oft gefragt, wie unser Königsberger Dialekt geklungen hat. Wir sprachen Plattdeutsch, Königsberger Platt. Nicht dieses Ostpreußisch, wie man gemeinhin, aber irrig annimmt. Unser Platt ähnelte stark den anderen norddeutschen und friesischen Dialekten. In der Schule wurden wir angehalten, Hochdeutsch zu sprechen. Das änderte sich, sobald wir den Schulhof verließen. Zum Beispiel klangen Königsberger Platt weiterlesen

1942 – 1945

Zur Fliegerei kam ich über Umwege. 1941 meldete ich mich freiwillig zur Wehrmacht, um dem Reichsarbeitsdienst (RAD) zu entgehen. Stechschritt mit Spaten und „Präsentiert die Schippe!“ – das war nichts für Opas Enkel. Man liest sich nicht durch Berge von Heldensagen und Abenteuerromanen, um dann Straßengräben auszuheben. Deutschland befand 1942 – 1945 weiterlesen

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